Eye-Fi – mehr als nur ein Gadget

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Wer viel fotografiert kennt die Problematik – man besucht eine Veranstaltung oder ist im Urlaub und schießt dort Bilder. Jedoch können die Fotos erst zu Hause bzw. im Hotelzimmer bearbeitet und dann auf dem Blog veröffentlicht werden. Dabei will man die neuesten Fotos möglichst schnell mit Freunden, Bekannten oder den Lesern des Blogs teilen – genau dies ermöglicht die Eye-Fi SD-Karte.

Bereits im Dezember hab ich in meinem ersten Beitrag für das “klarblog” die SD-Karte von Eye-Fi vorgestellt. Liest man Kundenrezensionen in den gängigen Portalen, stellt man schnell fest, dass die Meinungen zu diesem Produkt weit auseinander gehen. Trotz meiner anfänglichen Skepsis siegte die Neugierde, da die Idee mich faszinierte, Bilder per WLAN von der digitalen Spiegelreflexkamera direkt zum Smartphone zu übertragen.

Kompatible Digitalkameras

Die Eye-Fi Karte kann mit den meisten Digitalkameras, die einen SDHC-Steckplatz verfügen, genutzt werden. Auf der Webseite des Unternehmens steht, welche Kameramodelle unterstützt werden. Einige Hersteller bieten zudem Digitalkameras an, die die Eye-Fi Karte offiziell unterstützen. Bei diesen Modellen kann die WLAN-Funktion im internen Menü aktiviert und deaktiviert werden, so dass der Datentransfer nur dann erfolgt, wenn dies gewünscht ist. Findet ein Datentransfer statt, dann wird der Fortschritt der Übertragung auf dem Display der Kamera angezeigt.

Setup

Bevor man die Speicherkarte in der Kamera kabellos nutzen kann, muss das „Eye-Fi Center” auf dem heimischen Rechner installiert werden. Die Software gibt es für nur Windows (XP SP3, Vista und 7) sowie OS X (10.5 bis 10.8 mit Intel Prozessoren). Nachdem man sich angemeldet und die Karte registriert hat, kann der Benutzer sich entscheiden ob man die Bilder auf den PC oder ein mobiles Gerät überträgt. Die dafür notwendige App gibt es kostenlos für iOS bei iTunes und für Android (2.1 oder höher) im Google Play Store.

Mich hat nur der „Direct Mode“ – also die direkte Übertragung der Bilder auf ein mobiles Gerät – interessiert. Da ich selten mein Tablet mit dabei habe, ist das Nexus meine erste Wahl. Nachdem der “Direct Mode” im sogenannten „Network Tab“ des Eye-Fi Center“ aktiviert wurde, kann man sich per App anmelden. In der App muss dann unter „Einstellungen“ die gewünschte Eye-Fi Karte mit dem Smartphone verbunden werden. Als nächstes muss die Eye-Fi Karte in die Kamera eingelegt werden. Handelt es sich bei der Kamera um ein offiziell unterstütztes Modell, in meinem Fall Canons EOS 60D, muss die Karte im Kameramenü aktiviert werden. Ist die Karte aktiv, wird per WLAN die Verbindung zum Nexus aufgebaut und die neusten Bilder automatisch übertragen.

Android oder iOS

Für viele Nutzer stellt sich diese Frage nicht, da sie entweder iOS oder Android nutzen. Ich bin in dieser Frage weniger dogmatisch und besitze neben zwei Nexus-Geräten auch ein iPad. Das Setup folgt erfreulicherweise den gleichen Schritten, trotzdem hat mich die App auf dem iPad nicht überzeugen können. Die Bedienung ist weniger intuitiv und Funktionen, die unter Android selbstverständlich sind, fehlen. Leider ist keine Besserung in Sicht, da diese Unterschiede dem Betriebssystem geschuldet sind und nicht am App-Entwickler liegen.

Datentransfer, Reichweite und Stromverbrauch

Mein Setup besteht aus der Eye-Fi Karte Connect X2, der EOS 60D und dem Nexus Smartphone (sowohl das Nexus S als auch das Nexus 4). Der Datentransfer einiger 5,2 MB großen Bilder mit einer Auflösung von 5184 x 3456 Pixeln geht auch über die Distanz von 3 Metern sehr flott, jedoch liegt die Kamera bei der Übertragung meist direkt neben dem Smartphone. Bei der dafür genutzten Canon EOS 60D habe ich keinen erhöhten Stromverbrauch feststellen können, was jedoch daran liegt, dass ich die Karte nur für die direkte Übertragung aktiviere. Bei anderen Kameramodellen, bei denen das WLAN der Eye-Fi Karte nicht deaktiviert werden kann, soll der Stromverbrauch jedoch sehr hoch sein. Daher würde ich den Einsatz dieser Karte nur mit Kameras empfehlen, die diese Karte auch offiziell unterstützen.

Fazit

Alles in allem hat die Eye-Fi Karte meine Erwartungen erfüllt. Da ich diese nur nutze um JPEG-Fotos mit Hilfe des Nexus 4 direkt auf Twitter, Google+ und WordPress zu veröffentlichen kann ich nicht zu allen Funktionen, die diese Karte bietet, etwas sagen. Der „Direct Modus“ funktioniert sehr gut und die JPEGs werden zügig auf das Nexus übertragen und können dort mit einer Vielzahl von Apps (z.B. Photoshop Express, Snapseed & Co.) vor der Veröffentlichung bearbeitet werden. Gerade wenn man auch unterwegs Fotos aus der Digitalkamera heraus auf dem Blog oder in sozialen Netzwerken veröffentlichen will, ist die Eye-Fi Karte ein interessantes und nützliches Werkzeug.

Alexander Ruoff

Als Online-Redakteur und Blogger schreibt Alexander in erster Linie für das Online-Magazin fördeflüsterer über Lokalpolitik, Kunst und Konzerte. Sein Steckenpferd: Konzertfotografie. Zudem findet Ihr unseren Google+Pro Alex auch hier: Twitter, Landesblog Schleswig-Holstein


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