Träume werden (manchmal) wahr – meine Highlights 2012


Gefühlt seit Mitte Oktober ist es wieder soweit: die Welt schaut zurück auf ein (ja noch nicht einmal wirklich) vergangenes Jahr. Und nun “darf” ich mich in diesen Reigen auch einfügen und das Tech-Jahr 2012 zusammenfassen. Natürlich geht das nicht in einem Blogbeitrag und daher werde ich mich auf einige Aspekte beschränken aber wir werden sehen.

Crowdfunding – der Stoff aus dem die Träume sind

Aus meiner Sicht war 2012 das Jahr des Crowdfundings. Die unterschiedlichsten Projektideen schossen, angereichert mit bunten Bildern und tollen Animationen, wie Pilze aus dem Boden.
Die aus meiner Sicht, spannendsten Projekte 2012 waren die Pebble Watch, eine anpassbare Armbanduhr mit E-Papier-Display, die mit eurem Smartphone “reden” kann, und die LIXF, eine WLAN-gesteuerte Vielfarb-LED-Birne. Doch speziell die großen Projekte sind meist auch lange nach Ende ihres Förderzeitraumes nicht wirklich umgesetzt. So toll sie also sind, es kann auch sein, dass wir eines Tages aufwachen und der Traum ist vorbei.

Trotzdem hat sich gerade in diesem Jahr auch in vielen kleinen Projekten gezeigt, dass Crowdfunding das Umsetzen von Ideen ermöglicht auch wenn eine “normale” Anschubfinanzierung unmöglich erscheint.

Wenn Träume auf die harte Realität treffen – Tablets mit Tastaturen

Eines der größten Highlights des Jahres 2012 darf ich sogar mein Eigen nennen: ein Tablet mit Tastatur! Aber ist das denn nicht irgendwie am Ziel vorbei geschossen? Warum reicht da nicht ein Notebook? Habe ich mich auch gefragt und die Antwort konnte ich mir sofort nach wenigen Minuten mit dem ASUS Transformer Pad TF300Tselber beantworten. Schon ohne die Tastatur war das Tablet ein vor Kraft strotzendes Gerät. Das TF300T war eines der ersten Tablets mit NVIDIA® Tegra® 3 Quad-core CPU und auch das eine GB RAM hat mir imponiert. Aber am meisten profitiere ich heute noch von dem Dock mit voller QWERTZ-Tastatur einschließlich Home- und Settings-Button. Dienstreisen kann ich damit sogar zum Schreiben großer Mails oder Notizen nutzen. Das lästige und ermüdende Tippen auf der Tastatur gehört endlich der Vergangenheit an. Diese Kombination ist für mich ein echtes Highlight 2012.

Ich sehe was, was du nicht siehst – das Buch wird neu erfunden

 

Ich war ja eine sehr lange Zeit äußerst skeptisch gegenüber den Unmengen an E-Book-Readern eingestellt. Ich habe mich ständig gefragt, warum ich denn unbedingt fürs Lesen von Büchern ein Sondergerät benötige, das “auch nichts anderes kann”, als mein iPhone bzw. mein Tablet. Dazu kam, dass der Großteil der Produkte ein (aus meiner Sicht sogar DAS) wichtiges Feature vermissen ließen: die Hintergrundbeleuchtung. “Ein Reader ohne Licht – na dann kann ich ja gleich tote Bäume verwenden.”, dachte ich. Trotzdem, der Amazon Kindle wurde mir von mehreren Seiten im Laufe des Jahres schmackhaft gemacht. Das Gerät ist leicht und passt wunderbar in die Hand und sowohl Stromverbrauch als auch das gestochen scharfe Schriftbild waren gute Argumente für “noch” eine “Spielerei”. Im Oktober 2012 kam dann der Amazon Kindle Paperwhite auf den Markt und seitdem bin ich restlos begeistert. Endlich Hintergrundbeleuchtung bei weiterhin überragend langer Akkulaufzeit! Nur noch ein An-Aus-Schalter – der Rest ist Touch-Interface. Und federleicht. Jetzt steht dem ausgiebigen Lesen in allen Lebenslagen nichts mehr im Weg.

Die Nexus-Familie hat Nachwuchs bekommen und ist geschmeidiger denn je

In diesem Jahr durften wir uns mal wieder über neue Android-Versionen freuen. Android 4.1, auch “Jelly Bean” genannt, hat vielen Geräten eine Geschmeidigkeit verliehen, von denen die Nutzer nicht einmal zu träumen gewagt hatten. Doch Google erfüllte noch einen Traum schlafloser Nächte: neue Referenz-Geräte zu den neuen Android-Betriebssystemen – die NEXUS-Familie.
In Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Herstellern sind dabei nicht nur Telefone, sondern erstmals auch Tablets entwickelt worden. Man hat also jetzt die Wahl zwischen 4 Zoll, 7 Zoll und 10 Zoll. Alle drei Geräte haben gemein, dass ihr Preis unschlagbar günstig ist, wobei trotzdem am Innenleben nicht gespart wurde. Sicher der Hauptgrund dafür, dass ein Großteil schon Minuten nach der Veröffentlichung ausverkauft war. Trotz dieser Schwierigkeiten und meinem Fehlenden Verständnis für ein 7”-Design sind die Geräte unbedingt ein Highlight des Jahres 2012.

Auch Träume sind Highlights

2012 hat einiges versprochen und angekündigt und manches konnte davon auch schon auf Messen bestaunt werden. Von zwei Dingen träume ich aktuell besonders gern:

Samsung Galaxy Camera 

Dieser Traum dürfte schon bald wahr werden – die erste Kompaktkamera auf Android-Basis wird auch in Deutschland verfügbar sein. Kollege Markus berichtete hier  bereits ausgiebig davon. Ich freue mich jetzt schon riesig auf eine Möglichkeit, das Ding ausgiebig zu testen. Wer weiß, vielleicht ist es ja echt eine Alternative zum Schnappschuss mit dem Smartphone?

Das war also eine kleine Auswahl meiner Highlights 2012. Sicher gibt es noch viel mehr zu sagen von Raspberry Pi und Google Drive und App.Net und Galaxy S III und und und … aber dazu vielleicht später.

Was waren eure Highlights 2012 und wo wird es hingehen im Jahr 2013? Ich bin gespannt auf eure Kommentare.

Ein Frohes und Gesegnetes Neues Jahr euch allen!

 

Tobias Kaatz

Als Software-Architekt und “Neues-Ausprobierer” beschäftigt sich Tobias von Haus aus mit den Themen Technologie, Internet und App-Trends. Als einer unser fünf Google+Pros bloggt er nun auch für das klarblog.

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